• Christiane Espich

Personalentwicklung 4.0 – Selbstmanagement


Das Konzept der Salutogenese (lat. Salus = Gesundheit, lat. Genesis = die Schöpfung, hier: Entstehung) nach Aaron Antonovsky (1.) weist auf das Prinzip der gesundheitserhaltenden Lebensweise hin (Antonovsky, 1997, S. 29-31). Um in der VUCA (volatility, uncertainty, complexity, ambiguity)-Arbeitswelt 4.0 zu bestehen, ist demnach gesundheitsorientiertes Selbstmanagement ein entscheidender Faktor für die Aufrechterhaltung der individuellen Leistungsfähigkeit.

Nachdem die Gesundheit des Menschen in dem Spannungsfeld Individuum – Gesellschaft – Arbeitswelt – Staat einzuordnen ist, obliegt das gesunde Selbstmanagement jedem Einzelnen. Auf die Bereiche, die selbst zu managen sind, weist die WHO hin, indem sie die Gesundheit als „einen Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens“ (2.) beschreibt.

Das körperliche Selbstmanagement umfasst alle Aktivitäten, die dazu beitragen, die physiologische Leistungsfähigkeit zu stärken. Hierzu zählen u. a. ausgewogene Ernährung, adäquate Bewegung und Sport, ausreichender Schlaf, ein möglichst geringer oder kein Konsum von psychotropen Substanzen wie Alkohol, Nikotin, anregenden oder beruhigenden Substanzen.

Die geistige Seelenhygiene beinhaltet die Fähigkeit der Selbstreflexion und dem evtl. daraus resultierenden Umsetzen von Veränderungsvorhaben. „Steuere ich mein Leben oder werde ich gesteuert?“. Wer Visionen hat und sich selbst Ziele setzt stärkt das Gefühl, hinter dem Steuerrad des eigenen Lebensvehikels zu sitzen.

Der Mensch als soziales Wesen ist Teil seiner Umwelt. Familie, Freunde, Zugehörigkeit zu Gruppen bzw. Peers oder Anerkennung im Kollegium dienen dem sozialen Wohlbefinden. Das soziale Umfeld ist in der Regel auch der vertrauensvolle Rückzugsort in schwierigen Lebenssituationen.

Die Herausforderung des Selbstmanagements ist die achtsame Zuwendung der Trias aus Körper, Geist und sozialem Umfeld. Die Fragen „Bin ich körperlich gesund?“, „Führe ich das Leben, das ich führen möchte?“ und „Habe ich ein stabiles soziales Umfeld?“ gilt es, ehrlich zu beantworten und ggf. gegenzusteuern. Die Personalentwicklung kann das individuelle Selbstmanagement durch flankierende Angebote wie adäquates Essen, vergünstigte Mitgliedschaften, Teamevents, Fortbildungen, Homeoffice, Vertrauensarbeitszeit, variierende Arbeitszeitmodelle unterstützen. Zugreifen und Umsetzen obliegen allerdings dem Individuum!

  1. Aaron Antonovsky (amerik. Soziologe, 1923 – 1994). Antonovksy, A. (1997). Salutogenese - Zur Entmystifizierung der Gesundheit. Tübingen: Deutsche Gesell-schaft für Verhaltenstherapie Verlag.

  2. https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19460131/index.html

#Selbstmanagement #Körper #Geist #sozialesUmfeld

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